Kabinett beschließt verbesserten Zugang zu Literatur für blinde und sehbehinderte Menschen

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Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Marrakesch-Richtlinie beschlossen. Damit wird der Zugang zu Literatur für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen verbessert. Bislang liegen nur rund fünf Prozent der weltweit veröffentlichten Werke der Literatur in barrierefreien Formaten vor, also zum Beispiel in Brailleschrift oder als barrierefreies Hörbuch.

Blinde, seh- und lesebehinderte Menschen haben es schwer, literarische Werke in geeigneten Formaten zu finden. Deshalb wird mit dem Gesetz nicht nur die Herstellung von barrierefreien Fassungen, sondern auch deren Verbreitung weiter erleichtert.

Die neuen Vorschriften erlauben es künftig blinden, sehbehinderten oder anderweitig lesebehinderten Menschen, barrierefreie Formate von urheberrechtlich geschützten Texten herzustellen. Dazu gehören etwa die Umwandlung in Brailleschrift oder die Herstellung von barrierefreien Hörbüchern. Eine Zustimmung des Urhebers wird dazu nicht benötigt. Dies gilt ebenso für Blindenbibliotheken und Blindenschulen. Diese dürfen barrierefreie Exemplare innerhalb der Europäischen Union ausschließlich an den berechtigten Personenkreis verleihen als auch über das Internet zur Verfügung stellen.

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