Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf Herne

Die berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Aspekt der Teilhabe und wird von vielen Seiten unterstützt. Unter anderem von der Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf, die beim Fachbereich Soziales der Stadt Herne angesiedelt ist.

 Die Fachstelle behinderte Menschen im Beruf ist der örtliche Ansprechpartner für:

  • Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen und Gleichgestellte beschäftigen.
  • Erwerbstätige schwerbehinderte Menschen, denen durch die zuständige Stelle ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 zuerkannt wurde.
  • Erwerbstätige Gleichgestellte mit einem GdB von 30 oder 40, die durch Bescheid der Agentur für Arbeit einem schwerbehinderten Menschen gleichgstellt sind.
  • Betriebs-/Mitarbeitervertretungen.

Die Fachstelle behinderte Menschen im Beruf bietet folgende Leistungen:

 1. Beratung und Information zu Fragen im Zusammenhang mit Arbeitsverhältnissen von bzw. mit Schwerbehinderten/Gleichgestellten.

 2. Begleitende Hilfen im Arbeitsleben (Zuschüsse) an schwerbehinderte Menschen

  • für technische Arbeitshilfen
  • zum Erreichen des Arbeitsplatzes
  • zur Beschaffung und Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung in bestimmten Fällen

3. Begleitende Hilfen im Arbeitsleben (Zuschüsse) an Arbeitgeber

  • für technische Arbeitshilfen
  • zur behindertengerechten Gestaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

Kündigungsschutz

Eine vom Arbeitgeber beabsichtigte Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit einem schwerbehinderten oder gleichgestellten Menschen bedarf der vorherigen Zustimmung des Integrationsamts (Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Die Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf führt das Verfahren vor Ort unter Beteiligung der arbeitsvertraglichen Parteien und der betrieblichen Personal- und Schwerbehindertenvertretung mit dem Ziel der gütlichen Einigung durch. Bleibt der von der Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf ermittelte Sachverhalt streitig, ist über den Antrag auf Zustimmung zur Kündigung durch das Integrationsamt zu entscheiden.

 

Das Inklusionsbüro der Stadt Herne

Vor dem Hintergrund der Forderungen aus der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) aus dem Jahr 2006 und der Ratifizierung im Jahr 2009 hat sich auch die Stadt Herne auf den Weg gemacht und am 06. Mai 2014 die Erarbeitung eines städtischen Inklusionsplans durch den Rat der Stadt Herne beschlossen.

 Dieser wurde in einem knapp 2-jährigen Zeitraum unter großer Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Behinderung, Wohlfahrtsverbänden und Selbsthilfeinitiativen sowie Mitarbeitenden der städtischen Verwaltung erarbeitet und am 29.11.2016 vom Rat der Stadt Herne beschlossen.

 Darin enthalten sind Ziele und Handlungsempfehlungen, die die Verwaltung bis zum Jahr 2020 und auch darüber hinaus umzusetzen hat.

 Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Herne die Verwaltung beauftragt, eine städtische Koordinierungsstelle für die Inklusion zu schaffen.

 Seit dem 01.03.2017 ist das städtische Inklusionsbüro als Stabsstelle im Fachbereich Soziales unter der Leitung von Frau Brigitte Bartels (Fachbereichsleiterin) verortet.

 Ansprechpartnerinnen sind:

Frau Kerstin Fischer-Friedhoff – Inklusionsbeauftragte – Tel. 0 23 23/16-3451

Frau Bärbel Schulte                                                          Tel. 0 23 23/16-3519

Frau Marion Mielke                                                           Tel. 0 23 23/16-3395